Ausweichführungsstellen (AFSt) in der DDR

Jeder Bezirk in der DDR betrieb mindestens eine AFSt. In manchen Bezirken (wie Erfurt oder Suhl) wurde zusätzlich eine Reserveausweichführungsstelle (RAFSt) betrieben. Diese waren nur halb so groß wie die normalen AFSt. Bunker wie der in Bad Berka trugen eine Typbezeichnung "2Vx". Alle Bunker waren von gleicher Struktur und unterschieden sich hauptsächlich im Schleusenbereich. Dies wurde durch die Kürzel "2Va", "2Vb" und "2Vc"  deutlich gemacht.

 

     
 
Bezirk Suhl   AFSt Frauenwald
    RAFSt Vesser
Bezirk Gera   AFSt Tautenhain
Bezirk Karl-Marx-Stadt   AFSt Gornau
Bezirk Dresden   AFSt Schwosdorf
Bezirk Erfurt   AFSt Bad Berka
    RAFSt bei Erfurt
Bezirk Halle   AFSt Ostrau
Bezirk Leipzig   AFSt Machern
Bezirk Cottbus   AFSt Gallinchen
Bezirk Magdeburg   AFSt Wörmlitz
Bezirk Potsdam   AFSt Bornim
Bezirk Berlin   AFSt Schönfeld
Bezirk Frankfurt   AFSt Briesen
    RAFSt Treplin
Bezirk Schwerin   AFSt Crivitz
Bezirk Neubrandenburg   AFSt Bornim
Bezirk Rostock   AFSt Ikendorf
     

   

Darüber hinaus gab es nicht nur solche Bauwerke für die Bezirksverwaltungen des MfS. Zum Beispiel befanden sich 2 Bunker in der Waldsiedlung Wandlitz.

Weiterhin:

- Bunker im Gelände des Wachregimentes Feliks E.Dzierzynski in Massow
- AFSt der HVA (Hauptverwaltung Aufklärung) in Gosen
- AFSt der Abteilung W (Abteilung Wismut) Bergbau in Hartenstein
- Bunker der Funkpeilbasis der HA III (Hauptabteilung) in Hohenluckow
- AFSt HA VIII Berlin-Hoppegarten
- AFSt der VRD (Verwaltung Rückwärtige Dienste) in Storkow (Rohbau, nicht fertiggestellt)

Wahrscheinlich gab es im Raum Berlin noch mehr dieser AFSt. Zumindest die bedeutendsten HA hatten einen Bunker. Weiterhin hatte die Abteilung W nicht nur eine AFSt in Hartenstein. Genau kann man das aus heutiger Sicht nicht mehr sagen, denn die besagten Bauwerke sind rasch nach der Wende versiegelt worden.

Insgesamt (ohne RAFSt) sind über 22 dieser Bauwerke des Typs "2Vx" auf dem Gebiet der ehemaligen DDR bekannt.

Auf folgender Seite (bunker-anlagen.de) ist der Bunker der Hauptführungsstelle des Ministerium für Staatssicherheit zu sehen. Das Objekt 17/5005 ist ein zweietagiges Bauwerk. Der Bunker wurde im Jahre 1988 fertig gestellt und war einer der modernsten auf dem Gebiet der ehemaligen DDR. Erich Mielke (Minister für Staatssicherheit) hätte dort mit seinem Stab Platz gefunden.
 


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